MDK-Prüfung stationär: Die ultimative Checkliste für stressfreie Audits
Ganz ehrlich, niemand mag diese Prüfungen, aber sie sind eine unumgängliche Realität in jeder stationären Einrichtung. Ich habe selbst oft genug diese MDK-Prüfungen miterlebt – mal lief es glatt, mal war es ein echtes Desaster, weil irgendein Detail in der Dokumentation fehlte. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen (was sowieso nie klappt), sondern darum, die Schwachstellen VORHER zu kennen. Diese Checkliste ist mein persönlicher Leitfaden, basierend auf über 15 Jahren Erfahrung, um die häufigsten Fallstricke zu umgehen. Es geht nicht nur um Paragraphen, sondern um die Prozesssicherheit im täglichen Chaos. Fokussieren wir uns auf die kritischsten Bereiche, die der MDK immer zuerst unter die Lupe nimmt. Denken Sie daran: Eine saubere, nachvollziehbare Dokumentation ist Ihre beste Verteidigung. Manchmal sind es die simplen Dinge, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden – wie die lückenlose Erfassung der Schmerzmittelgabe. Das erspart Ihnen und Ihrem Team einige schlaflose Nächt
- 1.Der MDK will sehen, dass Sie wissen, was Sie tun. Das fängt bei der Organisation an.
- 1.1.Eine Person muss den Hut aufhaben. Das muss nicht der Chef sein, aber jemand, der die Prozesse wirklich versteht und die Akten schnell zur Verfügung stellen kann.
- 1.2.Ganz wichtig für die Stimmung! Ein "netter" Raum signalisiert Respekt und kann die Atmosphäre entspannen. Manchmal sind es diese kleinen Dinge, ich denke, das wissen wir alle.
- 1.3.Dokumente zur Aufnahme, Entlassung und Medikamentengabe sollten griffbereit sein. Der MDK prüft nicht nur was dokumentiert wurde, sondern auch wie es im Haus geregelt ist.
- 1.4.Wurden die Mitarbeiter in MDK-relevanten Themen (z.B. Expertenstandards, Dekubitusprophylaxe) geschult? Fehlende Nachweise sind ein gefundenes Fressen für Abzüge.
- 2.Hier wird es technisch. Die Dokumentation ist die einzige harte Währung, die Sie haben.
- 2.1.Stimmen die Haupt- und Nebendiagnosen mit der erbrachten Leistung überein? Prüfen Sie kritische DRG-relevante Diagnosen auf Plausibilität.
- 2.2.Jeder Eingriff und jede Therapie muss mit dem korrekten OPS-Code belegt sein. Fehlt ein Code für eine aufwendige Behandlung? Das kann mal eben 2.500 Euro Kosten verursachen.
- 2.3.Dieser Punkt ist immer ein Hotspot. Ist die Medikation vollständig und leserlich verordnet? Ist die tatsächliche Gabe dokumentiert? Ich habe es oft gesehen, dass die Verordnung da war, aber die Unterschrift zur Gabe fehlte – "keine Leistung erbracht", meint dann der MDK.
- 2.4.Liegen alle erforderlichen Aufklärungen (Operationen, Transfusionen etc.) mit der Unterschrift des Patienten vor dem Eingriff vor? Das ist eine rechtliche Frage, die der MDK nicht ignoriert.
- 2.5.Zum Beispiel: Schmerzerfassung (Schmerzskala), Sturzprophylaxe, Dekubitusprophylaxe. Wurden die Risiken bewertet und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet und kontrolliert?
- 3.Der MDK schaut sich oft die Nahtstellen im Prozess an.
- 3.1.Ist der Patient nicht zu lange im Haus? Bei Überschreitung der Grenzverweildauer muss die medizinische Notwendigkeit extrem gut begründet sein.
- 3.2.Der MDK prüft, ob die Entlassung korrekt vorbereitet wurde. Stichwort: Nahtlose Versorgung. Gab es ein Entlassungsgespräch? Wurde der weiterbehandelnde Arzt informiert? Ohne sauberes Entlassmanagement kann die gesamte Behandlung im Nachhinein hinterfragt werden.
- 3.3.Wenn ein Patient verlegt wird, muss die Dringlichkeit und das Ziel medizinisch nachvollziehbar sein. War die Verlegung wirklich notwendig, oder sollte nur eine DRG-Grenze umgangen werden? Das ist das, was sie im Hintergrund vermuten.
- 3.4.Waren die Aufenthalte zusammenzuführen? Manchmal werden getrennte Fälle als ein Fall bewertet, was die Erlöse massiv verändert. Prüfen Sie die 6-Stunden-Regel oder die 30-Tage-Frist.